Eröffnung der 49. Holstenköste | Presseoffizier Stephan Beitz und Ältermann Peter Meinke
Oberbürgermeister Tobias Bergmann und Stadtpräsidentin Anna-Katharina Schättiger eröffneten die 49. Holstenköste bei allerbestem „Köstenwetter“. Wie schon in den vergangenen Jahren wurden beide vom Mädchenmusikzug und den Neumünsteraner Gilden vom Rathaus zur Hauptbühne geleitet. Dort gaben die Stadtpräsidentin und der Oberbürgermeister – mit einem Biss in die von der Bäckerei Andresen gebackene Kösten-Stange – den „Startschuss“ für die 49. Holstenköste.
Ein Tag nach seinem Königsschuss wäre es der erste offizielle Auftritt unserer frischgebackenen Majestät Manfred I. Willms gewesen, familiäre Verpflichtungen verhinderten aber seine Teilnahme an der Eröffnungszeremonie.
Gildevorsteher Manfred Willms ist die neue Majestät der Bürgergilde. Er tritt damit die Nachfolge von Majestät Michael I. Klinger an.
Der Schießtag begann um 8:30 Uhr mit dem Antreten an der Gildeeiche auf dem „Platz der Gilden“. Passend zum Anlass des Tages zeigte sich das Wetter, im Gegensatz zum Vortag, von seiner allerbesten Seite.
Vom „Platz der Gilden“ marschierten die Gildebrüder zur traditionellen Betstunde in die Vicelinkirche, wo sie von Probst i.R. Stefan Block empfangen wurden. Nach der Betstunde wurde von der Sparkasse Südholstein und der VR Bank zwischen den Meeren der symbolische Vogel überreicht, der vom jüngsten Gildebruder – Jan Hinrich Köster – beim anschließendem Zug durch die Innenstadt vorneweg zur Vogelwiese getragen wurde.
Vorher aber ging es noch einmal zurück zur Gildeeiche, wo der Zug innehielt und Capitain Heiner Schulz-Hildebrandt an die jüngst verstorbenen Gildebrüder erinnerte. Danach ging es durch das Spalier der Gildeschwestern und vorbei an vielen Neumünsteraner Bürgern durch die Innenstadt.
Nach dem traditionellen Frühstück mit Schinkenbrot im Restaurant des Tierparks begann gegen 11:00 Uhr bei bestem Gilde-Wetter das Schießen nach dem Vogel. Spätnachmittags empfing der Capitain die Ehrengäste im Königszelt, darunter die Stadtpräsidenten Anna-Katharina Schättiger, den Vorstand der Jacoby-Bürgergilde, Vertreter der beiden großen Neumünsteraner Banken, sowie die 1. Vorsitzende des Vereins „Herbstsonne Neumünster“ – Frau Kafvelström – und ihrer Stellvertreterin Frau Grabe, denen durch die scheidende Majestät, Michael I. Klinger ein Scheck über 1000 Euro für die Unterstützung ihrer Arbeit in dem Verein übergeben wurde.
Währenddessen bemühten sich zehn Gildebrüder – die Ambitionen auf die Königswürde hatten – nach Kräften, den Rumpf des Vogels abzuschießen, aber der Vogel wehrte sich lange Zeit erfolgreich und so gelang es Gildevorsteher Manfred Willms erst um 19:27 Uhr, den Königsschuss abzugeben.
Als neue Majestät durfte Manfred I. Willms – wie alle Gildekönige vor ihm – zum zweiten Mal aus dem goldenen Becher von Herzog Carl Friedrich aus dem Jahre 1735 trinken, nachdem ihm vom Gildevorsteher Werner Bach die Königskette umgelegt wurde. Anschließend fand der Königskommers im Tierpark-Restaurant statt. Damit endeten die Gildewochen 2025.
Gildewochen 2025 | Vogelaufbringen und Marschprobe am 10.06.25
(v.l.n.r.) Schießoffizier Prof. Dr. Eric von Düsterlho, Hans-Christian Wagner, Nico-Constantin Mahlo, Martin Slotosz im strömenden Regen
Am Dienstag nach Pfingsten hatten die neuen Gildebrüder ihren ersten offiziellen „Gildeeinsatz“ zu erfüllen. Vormittags um 10:00 Uhr trafen sie sich auf der Vogelwiese im Tierpark, um den Vogel aufzubringen. Leider hatte der Wetterbericht für diesen Tag ergiebigen Regen angekündigt und so kurbelten die Rekruten: Hans-Christian Wagner, Nico-Constantin Mahlo und Martin Slotosz – unter der Aufsicht des Schießoffiziers Prof. Dr. Eric von Düsterlho – bei widrigsten Bedingungen den Vogel in die Höhe.
Abends gegen 18:00 Uhr – nachdem sich das Wetter ein wenig beruhigt hatte – trafen sich dann ca. 25 Gildebrüder, um den Schießplatz zu begutachten und anschließend in geselliger Runde gemeinsam auf den kommenden Schießtag anzustoßen.
Gildewochen 2025 | 441. Generalversammlung am 29.05.25
Gildevorsteher Manfred Willms (links) und Werner Bach (rechts) im Gespräch mit den beiden Kandidaten Martin Slotosz (2. v. li.) und Danny Hilbert
Pünktlich um 17:00 Uhr eröffnete Capitain Heiner Schulz-Hildebrandt die 441. Generalversammlung im Gildehaus Wilhelmsruh in Brachenfeld, standen doch wichtige Veränderungen im Vorstand am heutigen Tage an. So wurde Sören Winkler zum neuen Secondelieutenant befördert. Das Amt des Fahnenträgers – das Sören Winkler zuvor innehatte – wird zukünftig von Meyk Rudolph wahrgenommen.
Es standen auch Beförderungen an. So wurde Dr. Jochen Eichholz – als dienstältester Gildebruder des 1. Zuges – zum Grand Musketier ernannt. Die Grand Musketiers sind die 16 dienstältesten Gildebrüder nach alter Tradition als „Beirat des Vorstandes in schwierigen Fällen“. Das Corps der Grand Musketiers hatte im Jahre 1735 Herzog Carl Friedrich – als Bewunderer des französischen Soldatentums – initiiert, gleichzeitig erhielten in dem Jahr auch die Offiziere der Gilde französische Dienstgrade.
Matthias Thomas Böhm wechselte aus dem 2. Zug in den 1. Zug.
Es standen auch einige Jubiläen an, so wurden die Gildebrüder Martin Lorenzen, Severin Sager, Jürgen Bartram, Sven Niemax und Klaus-Uwe Jürgens für 25 Jahre Gildezugehörigkeit geehrt. Seit 30 Jahren sind Peter Ahsbahs und Wolff-Dietrich Prager Gildebrüder und seit 45 Jahren Bernd Löhnert, Klaus-Dieter Schacht und Jörg Rost.
Mit Spannung erwartete die Gildeversammlung die Vorstellung der beiden Kandidaten Martin Slotosz und Danny Hilbert, die um Aufnahme in die Bürgergilde nachsuchten. Die beiden Kandidaten wurden von ihren Bürgen vorgestellt und als absolut gildetauglich empfohlen. So verwunderte es nicht, dass die Ballotage für beide positiv ausfiel. Somit gehören Martin Slotosz und Danny Hilbert seit dem 29. Mai 2025 zu den „Witten Büxen“.
Für Majestät Michael I. Klinger hingegen neigt sich die Regentschaft dem Ende entgegen. Am 11. Juni – dem Tag des Vogelschießens – wird sich dann ein anderer Gildebruder zum neuen König geschossen haben.
Gildewochen 2025 | Gildebierverkostung am 19.05.25
Majestät Dr. Michael I. Klinger beim Bieranstich
Mit dem ersten Schluck Gildebier läutete unsere Majestät Dr. Michael I. Klinger am Montag, dem 19. Mai, die Gildewochen 2025 ein. Allerdings bewies Majestät an diesem Abend ein weniger glückliches Händchen als bei seinem Königsschuss vor zwei Jahren, musste er doch mehrmals den Holzhammer schwingen, bevor der Zapfhahn richtig saß. Das tat der weiteren Prüfung des Gerstensaftes aber kein Abbruch und so konnte Majestät das Gildebier – nach einem kräftigen Probe-Schluck – für den menschlichen Verzehr freigeben und stieß anschließend mit den Gildebrüdern beider Neumünsteraner Gilden auf den Start der Gildewochen 2025 an.
Unsere Gilde war an diesem Abend mit knapp 40 Gildebrüdern sehr gut vertreten und so war es wieder einmal ein netter Abend für Kontakte zwischen beiden Gilden. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite und so verlagerten sich viele Gesprächsrunden nach draußen vor die „Buurndeel“.
Der nächste wichtige Termin für unsere Gilde ist die 441. Generalversammlung am 29. Mai im Gildehaus „Landgasthof Wilhemsruh“.